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DER SCHLÜSSE DER PRÄSENTATIONEN - ZUSAMMENFASSUNG DER SCHLÜSSE DER BIOAKADEMIE 2008


Praxiskonferenz A: Marktproduktion und Gewährleitung der Qualität von Biolebensmitteln

Moderator: Otto Schmid, Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), Schweiz
Konferenzprotokoll: Andrea Hrabalová, Forschungsinstitut für Landwirtschaftsökonomie, Brno, Tschechien

 

Teil 1 „Chancen für den Biolandbau?“

1. Winfried Schäfer (MTT Agrifood Research, Vihti, Finnland): Biolandbau und Energiepflanzen – unerwünschte oder nachhaltige Möglichkeit?
Aus der Präsentation ging die klare Aussage hervor, daß Lebensmittel so wertvoll sind, daß sie nicht verbrannt werden sollten. Der biologische Landbau sollte sich daher nicht auf den Anbau von Energiepflanzen ausrichten, sondern in umweltschonender Weise hochwertige Lebensmittel produzieren.
Darüber hinaus ist die Energieerzeugung aus Biomasse gegenüber anderen Technologien nicht konkurrenzfähig. Die effektivste Weise der Energieerzeugung sind Solartechnologien. Daher wurden zwei Möglichkeiten für eine nachhaltige Energienutzung genannt: die Nutzung von Solarenergie und Energiesparen.

 

2. Hans Marten Paulsen (Institute of Organic Farming am Johann Heinrich von Thünen-Institut (vTI), Westerau, Deutschland): Wie ökologisch sind verschiedene Konzepte zur Nutzung von Energiepflanzen? Mischkulturen und Energienutzung
Die Präsentation faßte verschiedene Möglichkeiten zur Erhöhung der sog. Klimaeffizienz in der Bioproduktion zusammen. Interessant waren die Ergebnisse von Versuchen mit Mischkulturen (Ölpflanzen und andere Pflanzen) zur Effektivitätserhöhung des Biolandbaus – es wurden höhere relative Erträge und eine größere Widerstandsfähigkeit gegen Unkraut erreicht.
Abschließend wurde betont, daß der Anbau von Energiepflanzen in der Biolandwirtschaft keine Konkurrenz für die Lebensmittelproduktion darstellen muß, sondern im Gegenteil der gleichzeitige Anbau die Gesamteffektivität des Biolandbaus verbessern kann. Danach können in der Zukunft nur Konzepte, die die Produktion von Biolebensmitteln und die Erzeugung von Bioenergie integrieren, die Anforderungen an den Biolandbau erfüllen.

DISKUSSION:

A:  Bestimmt existiert ein Potential auch in der konventionellen Landwirtschaft, aber für diese Situation haben wir keine Daten – es wurden keine Versuche durchgeführt.

A:  Eine Diversifizierung der Energiequellen ist sicherlich gut. Es müssen weiter alle möglichen Varianten der Energieerzeugung untersucht werden, also auch jene, die zwar heute noch nicht realisiert werden können, die jedoch in der Zukunft realistisch werden könnten. Es sollten weitere Sektoren wie der Maschinenbau einbezogen werden, aber auch die Bauern selbst, da ihre praktischen Ratschläge und Erfahrungen benötigt werden.

 

3. Andrea Hrabalová (Institut für Landwirtschaftsökonomie und Informationen, Brno, Tschechien): Politische Instrumente für den Biolandbau in den Ländern Mittel- und Osteuropas: Möglichkeiten und Barrieren
Die Präsentation umfaßte eine grundlegende Statistik der Entwicklung des Biolandbaus in 8 Ländern Mittel- und Osteuropas und befaßte sich im Detail mit drei politischen Instrumenten: flächenbezogenen Zahlungen, den sonstigen Maßnahmen zur Förderung des Biolandbaus im Rahmen des neuen Programms zur Entwicklung des ländliche Raums und den Aktionsplänen für den Biolandbau.
Abschließend wurde festgestellt, daß das wichtigste und vielfach einzige Instrument zur Entwicklung des Biolandbaus die Gewährung von flächenbezogenen Zahlungen ist. Die Länder Mittel- und Osteuropas sind bei der Umsetzung weiterer Fördermaßnahmen im Rückstand, und es fehlt auch eine einheitliche Konzeption der Förderung des Biolandbaus. Darüber hinaus besteht ein Ungleichgewicht zwischen Maßnahmen, die sich auf die Angebots- und die Nachfrageseite richten. Zur Stimulierung der weiteren Entwicklung des Biolandbaus werden folgende Schritte nötig sein: Modifizierung der flächenbezogenen Zahlungen, so daß sie die Bauern zur Marktproduktion von Bioprodukten motivieren; Implementierung weiterer politischer Instrumente unter Betonung der Nachfrageseite; Sicherstellung des Funktionierens unterstützender Aktivitäten (Beratungen, Schulungen usw.), und dies alles im Rahmen eines einheitlichen Aktionsplans.

DISKUSSION:

A:  Nein, sie existieren selbständig, aber nicht im Zusammenhang mit der Förderung des Biolandbaus.

 

Teil 2 „Die neue EU-Verordnung 834/2007 – Einfluß auf Marktproduktion und Qualitätssicherung“

4. Maria Fladl (Europäische Kommission, DG Agri, Brüssel, Belgien): EU-Ratsverordnung  834/2007 und Durchführungsvorschriften für Bioproduktion, Kennzeichnung und Kontrolle –  was ändert sich?
Die Präsentation faßte die Gründe für die Revision und die hauptsächlichen inhaltlichen Änderungen der Ratsverordnung einschließlich des Arbeitsplans der DG Agri für die nächste Zeit zusammen. Die neue Ratsverordnung Nr. 834/2007 tritt am 1.1.2009 in Kraft. Das erste Paket an Durchführungsvorschriften hinsichtlich Produktion, Kennzeichnung und Kontrolle wird im Oktober 2008 veröffentlicht werden.
An weiteren Aufgaben wurden angesprochen: Fertigstellung des zweiten Pakets der Durchführungsvorschriften für die Wareneinfuhr, Ausarbeitung von Durchführungsvorschriften für neue Gebiete (Hefe, Wein…), Bearbeitung der Einwände und Anforderungen der einzelnen Mitgliedsländer, Informationskampagne zur neuen Ratsverordnung, Ausschreibung eines öffentlichen Wettbewerbs für den Entwurf des neuen EU-Logos u. ä.

DISKUSSION:

A:  Die Durchführungsvorschriften sind fertig, derzeit werden sie übersetzt. Die tschechische Version sollte bereits fertig sein, aber die Publikation wird gemeinsam für alle erfolgen.

A:  Ja, das EU-Logo wird ab dem 1.7.2010 obligatorisch sein, wobei nach Belieben weitere private Logos hinzugefügt werden können. Bedingung ist, daß beide Logos eine vergleichbare Größe haben und gleich gut sichtbar sind.

 

5. Brigitte Dierkes (GfRS Gesellschaft für Ressourcenschutz mbH, Göttingen, Deutschland): Die revidierte Ratsverordnung 834/2007 für den biologischen Landbau: Folgen für Inspektion und Zertifizierung  
Im Rahmen der Präsentation wurden einige wesentliche Änderungen bei den Regeln für die Kontrolle und Zertifizierung des biologischen Landbaus vorgestellt, die sich aus der Revision der Ratsverordnung ergeben. Allgemein gilt, daß die Inspektionstätigkeit gleich bleibt, es werden lediglich neue Elemente bzw. Instrumente eingeführt, so etwa: Inspektion nach Risikogebieten, Einführung eines Systems kritischer Punkte des Biolandbaus bei den Verarbeitern (nicht jedoch bei Importeuren und Händlern), Harmonisierung der Zertifikate, Verlängerung des Zeitraums zwischen den Inspektionen bei Händlern verpackter Produkte oder Einschränkung der Fälle, in denen für eine bestimmte Tätigkeit die vorherige Autorisierung durch eine kompetente Organisation erforderlich ist.

DISKUSSION:

A:  Ja, aber dies läßt sich nicht überall anwenden. Das Zertifikat für eine Pflanze bedeutete für die Bauern eine Einschränkung, wenn eine geplante Pflanze geändert werden mußte. Die Kontrollorganisationen werden sich auf die Kontrolle des Hofs konzentrieren, und es bleibt dem Bauern überlassen, auf den Endprodukten die korrekte Bezeichnung anzugeben. 

A:  Die Durchführungsvorschriften für die Wareneinfuhr sind noch nicht veröffentlicht (dies wird innerhalb der nächsten zwei Monate erwartet), aber es wird ein einheitliches Design der Zertifikate empfohlen, um die Kontrolle zu erleichtern.

A:  Dies ist bislang nicht bekannt – siehe vorherige Antwort. 

 

6. Otto Schmid (Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL, Frick, Schweiz): Qualitätssicherung – wie Rückstände auf den Höfen und in der Bio-Lebensmittelkette zu vermeiden sind
Die Präsentation widmete sich den Fragen „Wie sind die Rechtsvorschriften oder Regeln zu gestalten, die die Kontaminationsgrenzwerte für Biolebensmittel regeln?“ und „Wie sind Rückstände auf den Höfen zu vermeiden?“.
Die Beurteilung von Regelverletzungen auf der Grundlage der Feststellung von Rückständen in Biolebensmitteln ist angesichts der unterschiedlichen Kontaminationsquellen und -ursachen nicht einfach. Es existieren verschieden Ansätze: Festlegung von Grenzwerten für Rückstände (Italien, Österreich), Orientierungswerte (BNN Deutschland) oder ein Herangehen, bei dem jeder Fall gesondert bewertet wird (Schweiz).

DISKUSSION:

A:  Persönlich bin ich mir nicht sicher, ob es sinnvoll ist, bestimmte Grenzwerte festzulegen. Außerdem ist das Detektionsniveau der einzelnen Labors unterschiedlich. Eher neige ich zu einer gesamthaften Detailanalyse. 

A:  Ja, dies ist schwierig. Es wird ein hybrider Ansatz vorgeschlagen, also Grenzwerte und darüber hinaus die Durchführung einer Detailanalyse, die weitere Kriterien für den konkreten Fall enthält. 

A:  Grund für den Übergang einiger Befugnisse auf den Staat war die große Variabilität der Interpretationen verschiedener Kontrollorganisationen. Ich stimme zu, daß trotz der Existenz einer Ratsverordnung wiederum eine unterschiedliche Erklärung mancher Dinge zu erwarten ist. Dies ist sicherlich ein sehr wichtiger Punkt, und deshalb wird versucht, eine Beschreibung für die Mitgliedsstaaten auszuarbeiten, wie bei den Kontrollen vorzugehen ist.

 
7. Dirk Vollertsen (Bioland, Augsburg, Deutschland): Qualitätssicherung und Feststellung der Herkunft von Bioprodukten vom Erzeuger bis auf die Verkaufstheke – Management der Lebensmittel-Versorgungskette und Perspektiven des Markts für Biolebensmittel
Die Präsentation beschrieb die Hauptaktivitäten des Verbands Bioland. Angesichts des zunehmenden grenzüberschreitenden Handels mit Bioprodukten sind die Transparenz der Produktherkunft und die Echtheit der Zertifikate zu einem wichtigen Faktor geworden. Bei Bioland ist ein Beschaffungssystem eingeführt worden, das die Qualität und die Herkunft der Bioprodukte vom Bauern bis zum Verbraucher garantiert. Dieses System schließt die Organisation der Bauern und ihre Beratung ebenso ein wie die Optimierung von Vertrieb und Lagerung, die Kommunikation mit den Verarbeitern und einen Service für die Händler.

DISKUSSION:

A:  Alles gehört zur Abklärung der internationalen Zusammenarbeit auf dem Markt. Meistens besichtigt Bioland direkt den Hof, und es ist anschließend gleichgültig, wer ihn kontrolliert.
2.  Welche Institutionen können eine Zertifizierung nach den Bioland-Standards durchführen?
A:  Es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Organisationen, die einen Vertrag mit Bioland haben und somit die Höfe nach den Bioland-Standards zertifizieren können.

 

8. František Chlad (PRODEJ-BIO s.r.o., Šumperk, Tschechien): Perspektiven des Absatzes von Bioprodukten in Tschechien – die Entstehung der Vertriebsgesellschaft PRODEJ-BIO s.r.o.
Die Präsentation stellte die neu gegründete Handelsgesellschaft PRODEJ-BIO s.r.o. und ihre Ziele vor und informierte weiter potentielle Zulieferer wie Abnehmer über die Vorteile einer Mitgliedschaft. Abschließend wurden die Hauptprobleme beim Absatz von Bioprodukten geschildert, die gegenwärtig auch das Funktionieren der neu geschaffenen Vertriebsorganisation negativ beeinflussen. Zu diesen Barrieren gehören etwa: Unübersichtlichkeit und Spontanität im Handel mit Bioprodukten, große Preisschwankungen, Mißtrauen der tschechischen Bauern gegenüber Handelsorganisationen, Unwillen der Bauern gegenüber Verpflichtungen und ihrer Einhaltung, Unverständnis und Unkenntnis der Vorteile einer stillen Beteiligung.

DISKUSSION:

A:  Angesichts der erst kürzlich erfolgten Gründung der Handelsgesellschaft werden bislang Getreide und Hülsenfrüchte angeboten. Hinsichtlich des Absatzes gilt Roggen als stabile Getreideart. Interesse besteht dieses Jahr auch an Dinkel, aber diese Nachfrage muß nächstes Jahr nicht mehr bestehen. Gefragt sind auch Erbsen, Felderbsen und Buchweizen, hier kommt es aber auf die Fähigkeiten der Bauern an, sie anzubauen.
A:  Aus der Sicht von Bioland sollte es kein Problem sein, jede beliebige Feldfrucht zu verkaufen, sofern einer funktionierende Vertriebsorganisation besteht. Wichtig ist, zuvor gemeinsam zu entscheiden, was angebaut werden soll.

 

9. Josef Škeřík / Daniel Nerad (Verband der Produzenten und Verarbeiter von Ölpflanzen, Prag, Tschechien): Anbauverfahren für Winterraps unter den Bedingungen des biologischen Landbaus
Die Präsentation war der Beurteilung von Möglichkeiten des Anbaus von Winterraps im biologischen Landbau gewidmet. Aufgrund der durchgeführten Versuche kann festgestellt werden, daß unter optimalen Bedingungen beim biologischen Anbau nahezu vergleichbare Erträge wie bei konventionell erzeugtem Raps erzielt werden können. Wichtig ist es vor allem, auf eine geeignete Vorfrucht, breite Reihen, eine höhere Aussaatmenge und die richtige Wahl der Sorte zu achten.
Es der Präsentation ging hervor, daß Winterraps für den biologischen Landbau eine zukunftsträchtige Pflanze mit breitem Nutzungsspektrum und einer existierenden Nachfrage ist, wenngleich bislang die ökonomische Seite ihres Anbaus eine Barriere bleibt.

DISKUSSION:

A:  Die Aussaat erfolgte im Zeitraum zwischen dem 15. und dem 30. August. In der konventionellen Landwirtschaft wird Raps alle drei Jahre gesät, allerdings unter Verwendung von Fungiziden. Im biologischen Landbau ist es einmal in 5 bis 6 Jahren oder auch nach 4 Jahren, wenn in einem Jahr eine Grünbrache belassen wird. 

A:  Bislang nicht, aber von Bioland besteht eine Nachfrage nach rund 3000 Tonnen Bioraps. Noch stehen sich allerdings ein Angebotspreis von rund 11 000 CZK/t und reale Kosten von etwa 14 000 CZK/t gegenüber.

A:  Durch die Veredlung ist das Rapsöl jetzt sehr hochwertig und gesund (was auch Tests von Unilever bestätigt haben), vergleichbar mit nativem Olivenöl. Es ist schade, daß es nur minimal für den menschlichen Verzehr und sehr viel eher für Biotreibstoffe genutzt wird.
Was die Zukunft angeht – es ist wahr, daß der Rapsanbau kompliziert und teuer ist, andernfalls wäre er schon verbreiteter. Andererseits erweist sich Raps als eine geeignete neue Pflanze für die Fruchtfolge und auch zu Fütterungszwecken. Daher besteht hier sicherlich ein großes Potential.

 

Teil 3 „Marktproduktion spezieller Pflanzen und Qualitätssicherung“

10. Gerhard Zoubek (Arbeitsgemeinschaft Familie Zoubek, Glinzendorf, Österreich): Die Entwicklung des Marktpotential von Gemüse – am Beispiel des österreichischen Hofs „ADAMAH“
Vorgestellt wurden der 1997 entstandene Ökohof ADAMAH und seine Erfahrungen mit dem Verkauf von Biogemüse. Der Hof unweit von Wien verfügt über eine Anbaufläche von rund 70 ha und beschäftigt in der Saison etwa 70 Personen. Der Umsatz lag 2007 bei 5 Mio. Euro und wächst ständig weiter.
Im Jahr 2002 wurde ein System von Gemüsekisten eingeführt – die Kunden können sich per Telefon, Post oder über das Internet eine bestimmte Art von „Kistl“ bestellen, das frische lokale Bioprodukte der Saison enthält. Wurde ursprünglich mit 60 Kisten begonnen, so werden heute wöchentlich 4000 Kisten geliefert, wobei die Hälfte der Produkte vom Hof Adamah und der Rest von anderen Biohöfen der Umgebung stammt. Der Preis pro Kiste liegt je nach ihrem Inhalt zwischen 13 und 22 Euro, die Zustellung ist inklusive. Der Hof bemüht sich außerdem um die Intensivierung des Kundenkontakts, wozu Exkursionen und zweimal jährlich ein Hoffest veranstaltet werden.

DISKUSSION:

A:  Das Biosaatgut kauft der Hof ein. Man will nicht mit den Saatgutzüchtern konkurrieren, ist jedoch an einer Zusammenarbeit interessiert und möchte gelegentlich andere Sorten ausprobieren und eigene Typen schaffen.

 

11. Martin Lichtenhahn (Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL, Frick, Schweiz): Faktoren, die auf die erfolgreiche Entwicklung des Biogemüsemarkts einwirken
Inhalt der Präsentation war eine eher allgemeine Darstellung von Faktoren, die den Verkaufserfolg von Bioprodukten beeinflussen, wobei der Schwerpunkt auf den neu entstehenden Märkten für Bioobst und Biogemüse liegt.
Wichtigste Erfolgsfaktoren sind: Kontinuität und Verfügbarkeit des Produkts, Vielfalt des angebotenen Sortiments, Qualität des Produkts, Verkaufspräsentation der Produkte, Verpackung der Produkte und Kommunikation. Als letzter Faktor wurde eine allgemeine Unterstützung der Marktsubjekte genannt, die sowohl finanzielle Hilfe für Investitionen als auch technische Unterstützung und Beratung einschließlich weiterer Hilfe wie z. B. die Gewährleistung des Zugangs zu für den Biolandbau geeigneten Ressourcen umfaßt.

DISKUSSION:

A:  Die Präsentation enthält allgemeine Faktoren für einen erfolgreichen Marktauftritt, die daher auch auf die konventionelle Landwirtschaft anwendbar sind. Sie sind vor allem auf einen sich entwickelnden Markt zugeschnitten. Ein Unterschied ergibt sich für die biologische Landwirtschaft wohl bei der Kommunikation, die in höherem Maße gebraucht wird.

 

12. Milan Hluchý (Biocont Laboratory, s.r.o., Brno, Tschechien): Innovative Verfahren des Pflanzenschutzes im biologischen Gemüse-, Wein- und Obstbau
Der Beitrag präsentierte in sehr verständlicher Form die Unterschiede bei der Verfügbarkeit verschiedener Pflanzenschutzmittel beim Anbau von Spezialkulturen in ausgewählten Ländern: Schweiz, Tschechien, Slowakei, Ungarn und Polen. Im Vergleich mit der Situation in der Schweiz ist die Verfügbarkeit registrierter Präparate für den biologischen Landbau in den übrigen Ländern deutlich schlechter, und dies vor allem beim Obst- und Gemüsebau. Unter diesen Bedingungen wird der Landwirt benachteiligt, und noch dazu wird der Trend verstärkt, daß bezuschußte biologische Obstgärten keinerlei Produktion bringen.
Zum Abschluß der Präsentation wurden mögliche künftige Entwicklungsrichtungen für die Registrierung dieser Hilfsmittel angedeutet: a) Einführung einer staatlichen Förderung und damit Beschleunigung der Registrierung, b) Einführung von drei Zonen innerhalb der EU und Zulassung der Mittel im Rahmen einer Zone, c) Verkomplizierung und Verteuerung des gesamten Prozesses, sofern diese Hilfsstoffe ale Pestizide betrachtet werden sollten.

 DISKUSSION:

A:  Die notwendigen Tests sind fertig, und es wurde auch bereits ein Antrag bei der Staatlichen Pflanzenschutzverwaltung gestellt.

A:  Bislang ist keine einheitliche Registrierung möglich. Es bestehen drei denkbare Wege, siehe Präsentation. Die eigentliche Registrierung ist teuer, weil lokale Tests und weitere Unterlagen verlangt werden. Dieser Prozeß läßt sich nicht leicht abbrechen, da an der Registrierung weitere Organisationen finanziell beteiligt sind.

 

Abschließende Wünsche für die weitere Entwicklung des Biosektors:

Schlussbericht Word document


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